Papua-Neuguinea

„Ich habe mich dort immer zuhause gefühlt“

07.11.2017

In diesen Tagen feiert Bruder Hermann Gems SVD sein goldenes Ordensjubiläum - 50 Jahre Steyler Missionare. Und die Zeit hat der 78-jährige fast vollständig auf Papua- Neuguinea verbracht. Seit 1972 hilft er dort beim Aufbau von Schulen und Kirchen, Kranken- und Gemeindehäusern.

Bruder Hermann Gems SVD (Foto: SVD)
Bruder Hermann Gems SVD (Foto: SVD)

Br. Gems, auf 50 Ordensjahre können Sie zurückschauen: An welchen Zeitraum erinnern Sie sich besonders gerne?

Da denke ich direkt an meine Noviziatsjahre. In dieser Zeit ist meine Bindung zu den Steyler Missionaren entstanden und gewachsen. Der strukturierte Tagesablauf hat mir sehr gefallen. Auch wenn es am Anfang nicht leicht war, sich daran zu gewöhnen, schaue ich gerne dahin zurück.

Was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?

Dass ich mitwirken kann an der Ausbreitung des christlichen Glaubens und vor allem auch der Kontakt zu den Menschen und zu anderen Kulturen.

Br. Gems, in Berlin geboren waren Sie von klein auf an das Großstadtleben gewohnt. Wie war es für Sie aufs Land nach Papua-Neuguinea zu kommen?

Ich hatte vorher keinerlei Vorstellung, was mich erwarten könnte. Ich habe nicht groß überlegt, sondern bin einfach drauf los. Und als ich dort ankam, war es natürlich – wie soll ich sagen? – anders. Aber ich habe einfach alles so genommen, wie es war. Ich musste mich an eine fremde Kultur gewöhnen und vor allem erst einmal an ihren Kleidungsstil. Viel Kleidung gibt es dort ja nicht. Durch meine Arbeit bin ich dann aber sehr schnell in Kontakt mit den Menschen gekommen, habe mir ihre Schwierigkeiten und Probleme angehört und zusammen mit ihnen ein Wohnheim für eine High School gebaut.

Was war Ihnen in Ihrer Mission dort besonders wichtig?

Auf Papua-Neuguinea gibt es bis heute einen starken „Geisterglauben“, der in den christlichen Glauben der Menschen mit einfließt. Von Beginn an habe ich versucht, das Christentum in das alltägliche Leben der Menschen zu integrieren und in den Vordergrund zu rücken. Auch jetzt würde ich das noch als „meine Mission“ beschreiben.

Was schätzen Sie an Papua-Neuguinea?

Nicht das schöne Wetter! Nein, natürlich ist das Klima dort toll, aber ich schätze besonders die Menschen. Sie sind immer so freundlich und hilfsbereit. Von Anfang an habe ich mich in dem Land zuhause gefühlt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Landes?

Die Arbeitslosigkeit auf Papua-Neuguinea ist noch sehr hoch. Deshalb wünsche ich mir eigentlich die gleichen Dinge, die für andere Länder auch gelten: dass die vielen jungen Leute eine einigermaßen gute Schulbildung erhalten und vor allem damit auch an einen Arbeitsplatz kommen.

Interview: Melanie Pies-Kalkum
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Melanie Pies-Kalkum

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