Dreifaltigkeitssonntag (A)

Liturgische Bausteine

Gott – anwesend oder abwesend?

1. Lesung: Ex 34,4b-6.8-9
2. Lesung: 2 Kor 13,11-13
Evangelium: Joh 3,16-18

 

Einleitung

„Gott allein genügt“ – so lautet eines der bekannten Worte der hl. Theresa von Avila. Ein Geschäftsmann wird sich schwer damit begnügen können, aber auch ihm muss solch eine Erfahrung Anregung geben, um zu wissen, dass ein Leben mit Zukunft nicht ohne Gott sein kann. –

Was sich den Grenzen des Verstandes entzieht und nicht in Worte zu fassen ist, ist dem Herzen zugänglich und äußert sich in Lob und Dank an einen Gott, dem wir uns durch unser Dasein, unsere Befreiung aus der Macht des Bösen und unsere Hoffnung auf Vollendung ganz eng verbunden wissen.

Bitten wir zu Beginn dieser Feier Gott um sein Erbarmen:

 

Kyrie-Ruf

Herr Jesus Christus,

  • Du bist im Auftrag des Vaters zu uns gekommen, um uns Heil und Rettung zu bringen. - Herr, erbarme dich.
  • Du hast uns durch deinen Geist in der Kirche zu einer Gemeinschaft von Schwestern und Brüder zusammengerufen. - Christus, erbarme dich.
  • Du bist immer bei uns, um uns auf dem Weg zum Vater Halt und Orientierung zu geben. - Herr, erbarme dich.

 

Fürbitten

Gott will uns zu Partnern seiner Liebe machen. Ihm schenken wir unser ganzes Vertrauen und bitten voll Zuversicht:

  • Lass alle Menschen in ihrem religiösen Streben dich den dreieinigen Gott finden und in Ehrfurcht, Offenheit und Liebe den Mitmenschen begegnen.
  • Hilf den Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, sich von allem Fundamentalismus frei zu machen und von aller Gewalt Abstand zu nehmen.
  • Segne die vielen Bemühungen der Menschen um Dialog und ihre Bereitschaft zum Verständnis füreinander.
  • Gib all jenen, die in Wirtschaft und Politik Entscheidungsgewalt haben, Mut und Einsicht, dass sie auf der Grundlage von Recht und Gerechtigkeit ihre Entscheidungen treffen.
  • Lass alle unsere Verstorbenen bei dir eine bleibende Heimat finden.

Heiliger, dreieiniger Gott, in dir leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Du bist das Ziel und der Sinn unseres Lebens. Wir danken dir für alles Gute und preisen dich jetzt und in Ewigkeit.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Anton Weber SVD