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Deutschland

23. Jul 2018

Ausreiseseminar der Missionarinnen und Missionare auf Zeit in Steyl,

Noch einmal heißt es, die Schulbank zu drücken, sogar freiwillig. Zehn junge Menschen, die sich für einen Freiwilligeneinsatz als Missionar*in auf Zeit (MaZ) im Ausland entschieden haben, treffen sich für zwei Wochen im Centrum St. Michael in Steyl und kommen damit am Ende ihrer intensiven Vorbereitung an.

Abi geschafft! Auf die Plätze, fertig – STOP! Um auf den richtigen Kurs mit Blick auf den Auslandseinsatz zu kommen, hat das MaZ-Leitungsteam ein intensives Seminarprogramm zusammengestellt. „Die bereits im Laufe der Vorbereitungszeit gemachten Erfahrungen und Beziehungen schaffen sehr schnell eine positive Arbeitsatmosphäre“, sagt Markus Woettki, der Leiter der Steyler Freiwilligendienste. Daniel und Elias stimmen zu: „Wir sind schnell im Steyl-Modus angekommen.“ Steyl-Modus bedeutet für sie Entspannung, Selbstwahrnehmung und intensive Gruppenprozesse.MaZ

Das Lernen ist hier einfach ein ganz anderes. So ist es den Seminarleitern wichtig, Lernprozesse zu initiieren, die Selbsterfahrungen mit sich bringen, die zum Nachdenken über eigene Themen anregen und die mit den anderen Gruppenmitgliedern thematisiert werden können. Und das oft bis in den frühen Morgen und am liebsten auf der Maasmauer vor der Klosterkirche.

Vielleicht schafft hier der Blick auf den Fluss, die Schiffe und die Fähre dem bevorstehenden Aufbruch noch einmal eine ganz andere Intensität. Benigna wird als Erste der Gruppe schon Anfang August 2018 in ihren Einsatz aufbrechen. Für alle anderen folgen die Abflugtermine unmittelbar danach.

Da ist es gut, in Steyl noch einmal an die Wurzeln zu gehen, sich hier nicht nur untereinander mit den anderen MaZ gut zu verknüpfen, sondern sich eben auch bewusst mit Gott zu verbünden, von dem sich die Freiwilligen eingeladen fühlen für die Begegnung mit Menschen anderer Kulturen. Es ist gut, sich in Gott zu verwurzeln und ihn im Gepäck zu wissen - gerade auch für Momente, in denen es einem mal nicht so gut geht, denn auch solche Momente wird es während eines Freiwilligenjahres geben. Für Inge Gnau ist es wichtig, den Teilnehmer*innen ein gutes Handwerkszeug und eine offene Haltung mit auf den Weg zu geben. In vielfältigen Übungen leitet sie an, eigene Interessen wahrzunehmen, diese zu kontextualisieren und nach kreativen Formen gelungener Kommunikation zu schauen, was natürlich in einem fremden Land und noch dazu in einer fremden Sprache eine ganz schöne Herausforderung darstellt.

Kathi Grümmer, Sozialarbeiterin, und Christian Städter, Theologe und Psychologe, bringen neben ihren eigenen MaZ-Prägungen auch ihre jeweiligen Expertisen in das Seminar ein. Dazu gehört zum Beispiel das Thema ‚Kulturschock’ und die Frage, was einen da alles so erwarten kann, wenn man dann nichts mehr so richtig versteht. Oder die Frage, wie man die Realität der Menschen vor Ort den Familienangehörigen und Freunden in der Heimat beschreibt, ohne bestimmte Klischees zu bedienen, die gerade MaZ-Erfahrungen ganz bewusst überwinden wollen. „Wir sind mittendrin“, sagt Br. Bernd Ruffing svd, „und vor dem großen Finale mit dem Aussendungsgottesdienst am 28. Juli um 16.30 Uhr in der Unterkirche des Missionshauses, den P. Agateus Ngala svd zusammen mit den MaZ, ihren Familien und Freunden, dem MaZ-Team und allen Steylern feiern wird, gibt es noch viel zu tun, damit die MaZ halt wirklich besser verstehen können, was ihnen alles begegnen wird.“ Zum Mitfeiern des Gottesdienstes sind Sie natürlich eingeladen.

Text: Br. Bernd Ruffing SVD

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