Mülllawine in Cebu: Menschen verschüttet

Philippinen

14. Jan 2026

Über 40 Menschen gelten als vermisst. Der Steyler Missionar P. Heinz Kulüke SVD berichtet aus Cebu von der dramatischen Lage.

Mülldeponie Philippinen. (Foto: Karl Fluch, Primus Invest)
Mülldeponie Philippinen. (Foto: Karl Fluch, Primus Invest)

In den Bergen von Cebu, rund 40 Kilometer nördlich der Stadt, hat sich eine erschütternde Katastrophe ereignet. Nach monatelangen starken Regenfällen – zuletzt verstärkt durch einen Taifun – löste sich auf einer privaten Mülldeponie in Consolacion ein riesiger Müllberg. Die Mülllawine – nach Angaben von P. Heinz Kulüke SVD so hoch wie ein zehnstöckiges Haus – stürzte auf die darunterliegende Müllverarbeitungsanlage.

Der auf den Philippinen tätige Steyler Missionar P. Heinz Kulüke SVD berichtet unmittelbar vom Geschehen:

Zahlreiche Arbeiter seien unter den Abfällen begraben. Acht Tote hätten bislang geborgen werden können, mehrere Schwerverletzte seien gerettet worden. Doch noch immer galten mehr als 40 Menschen als verschüttet.

P. Heinz Kulüke SVD. (Foto: Karl Fluch, Primus Invest)
P. Heinz Kulüke SVD. (Foto: Karl Fluch, Primus Invest)

„Die Angehörigen hören ihre Stimmen aus dem Müll“

„Die Angehörigen sind zur Deponie geeilt und hoffen auf die Rettung ihrer Lieben, von denen sie Hilferufe aus dem Müll hören können. So hat es mir eine Reporterin unserer SVD-Radiostation geschildert.“
Das Gelände der Deponie sei weiträumig abgesperrt, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Doch die Lage sei dramatisch:
„Viele dieser Hilferufe sind nun bereits verstummt“, so P. Kulüke weiter.
Für die Familien beginne damit ein kaum auszuhaltender Zustand zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Familien verlieren ihre Existenz

Die verschütteten Männer seien meist die einzigen Ernährer ihrer Familien. Mit einem Schlag fehle nicht nur ein geliebter Mensch – sondern auch das tägliche Einkommen für Essen, Schulgebühren und medizinische Versorgung.
P. Kulüke macht deutlich, was jetzt dringend gebraucht wird:
„Die Familien brauchen zunächst Hilfe in Form von Nahrungsmitteln. Ebenso wichtig ist die psychologische Betreuung bei Schock, Trauma und Trauerarbeit – und danach vieles mehr.“

Steyler Missionare helfen vor Ort

Gemeinsam mit anderen Organisationen versuchen die Steyler Missionare zu helfen. Unter der Leitung ihres Provinzials P. Rogelio Bag-ao SVD koordinieren sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten erste Hilfsmaßnahmen – für heute, aber auch für die schweren Wochen danach.

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