„Menschen auf der Flucht“

Deutschland

03. Feb 2026

Ein stiller Abend, der lange nachwirkt: Rund 40 Gäste kamen in der Aula der Steyler Mission zusammen, um den neuen Grenzenlos-Film zu sehen.

(v.l.n.r.) Br. Emanuel Huemer SVD, Sebastian Quillmann und Dr. Anton Deutschmann. (Foto: SVD)
(v.l.n.r.) Br. Emanuel Huemer SVD, Sebastian Quillmann und Dr. Anton Deutschmann. (Foto: SVD)

Der Film wurde von Dr. Anton Deutschmann (steyl medien e.V.) und Br. Emanuel Huemer SVD realisiert – beide waren an diesem Abend persönlich anwesend und standen im Anschluss für das Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung – moderiert durch den Pressereferenten der Steyler Missionare, Sebastian Quillmann.

Der Film nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit an Orte, an denen Menschen alles zurücklassen müssen, um zu überleben. Im ersten Teil richtet sich der Blick nach Mittelamerika: Menschen aus Honduras, El Salvador oder Nicaragua fliehen vor Gewalt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit. Sie folgen den Bahntrassen Richtung Norden – oft zu Fuß, oft unter Lebensgefahr.

Br. Joachim Mnich SVD (+ 2025). (Foto: SVD)
Br. Joachim Mnich SVD (+ 2025). (Foto: SVD)

Hier setzt das Schutzhaus der Steyler Missionare „Casa Betania“ an. Es ist ein Ort der Zuflucht für Menschen auf der Flucht: mit Kleidung, einer warmen Mahlzeit, einer Dusche – und vor allem mit Zeit zum Zuhören. Die Steyler Missionare möchten den Menschen dort vermitteln, dass sie mehr sind als „Menschen zweiter Klasse“: dass ihr Leben wertvoll ist, dass ihre Geschichten zählen, dass sie nicht allein sind.

Der Film erzählt unter anderem von Erik aus Honduras, der trotz aller Gefahren aufbricht, um seiner Tochter eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Oder von Begegnungen, die Bruder Joachim Mnich SVD (+ 2025) – langjähriger Leiter von Casa Betania – geprägt haben. Seine Worte klingen nach: „Jede Begegnung mit Migranten ist eine Begegnung mit einem Leben voller Schwierigkeiten, mit Geschichten voller Leid und Schmerz.“ Zugleich war für ihn klar: Wegschauen ist keine Option.

Der zweite Teil des Films führt an die EU-Außengrenzen auf dem Balkan. Gemeinsam mit der Initiative SOS Balkanroute unterstützt Br. Emanuel Huemer SVD Menschen auf der Flucht mit warmer Kleidung, Nahrung und konkreter Hilfe. Br. Huemer SVD bringt es auf den Punkt: „Menschlichkeit darf nicht an Grenzen enden.“

Nach dem Abspann herrschte zunächst Stille im Saal. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer waren sichtlich bewegt. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie ähnlich sich die Situationen von Geflüchteten in Lateinamerika und Europa sind.

Neben all dem Leid wurde an diesem Abend auch Hoffnung sichtbar. Br. Huemer SVD erzählte von einem jungen Mann aus Afghanistan, den er auf der Balkanroute kennengelernt hatte: einst Fußball-Schiedsrichter, auf der Flucht alles verloren – heute in Österreich angekommen und Trainer einer Frauenmannschaft.

Der Abend machte deutlich: „Menschen auf der Flucht“ ist mehr als ein Film. „Er ist ein eindringlicher Appell hinzuschauen, zuzuhören – und nicht gleichgültig zu bleiben“, fasst Missionssekretär P. Joseph Xavier Alangaram SVD zusammen. „Die Arbeit der Steyler Missionare in Casa Betania und entlang der Balkanroute zeigt, wie konkrete Hilfe, gelebte Solidarität und echte Menschlichkeit aussehen können.“

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