Eindrücke einer besonderen Reise

Deutschland

12. Feb 2026

Gestern lud die Steyler Mission zum Vortrag über die vergangene Projektreise nach Papua-Neuguinea ein.

Missionssekretär P. Joseph Xavier Alangaram SVD berichtet über seine Papua-Neuguinea-Reise. (Foto: SVD)
Missionssekretär P. Joseph Xavier Alangaram SVD berichtet über seine Papua-Neuguinea-Reise. (Foto: SVD)

Viele Gäste folgten der Einladung in die Räume der Steyler Mission, weitere Interessierte waren online zugeschaltet. Das große Interesse zeigte, wie sehr die Arbeit der Steyler Missionare im Pazifikraum bewegt und verbindet.

Unter dem Titel „The Land of the Unexpected“ nahmen die Referierenden die Zuhörerinnen und Zuhörer mit in ein Land voller kultureller Vielfalt und großer Herausforderungen. Missionssekretär P. Joseph Xavier Alangaram SVD begann mit einem historischen Überblick. Er schilderte die Entwicklung des Landes, das lange Zeit in kleinen, voneinander isolierten Gemeinschaften lebte – ein Umstand, der die außergewöhnliche sprachliche Vielfalt mit über 850 Sprachen erkläre.

Seit 1975 ist Papua-Neuguinea unabhängig von Australien; rund 95 Prozent der Bevölkerung sind christlich geprägt. Bereits 1896 erreichten die ersten Steyler Missionare Papua-Neuguinea. Sie folgten dem Auftrag von Arnold Janssen – doch ihr Wirken war von Beginn an geprägt von Respekt und echter Begegnung. Statt fremde Strukturen zu übertragen, suchten sie das Gespräch mit den Menschen, lernten ihre Sprachen und machten sich mit ihren Traditionen vertraut.

„In einem Land mit über 850 Sprachen bedeutete das eine enorme Herausforderung. Dennoch scheuten sie keine Mühe, selbst jene Sprachen zu erlernen, die nur von wenigen Hundert Menschen gesprochen wurden“, erzählt P. Alangaram sichtlich bewegt. Dieser unermüdliche Einsatz sei Ausdruck ihres tiefen Wunsches gewesen, wirklich verstanden zu werden – und selbst zu verstehen. Von Anfang an hätten sie den Aufbau einer eigenständigen Ortskirche unterstützt, eng mit lokalen Verantwortlichen zusammengearbeitet und Bildung und Gemeinschaft gestärkt. „Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für diesen interkulturellen Ansatz ist das 1969 gegründete Melanesische Institut in der Diözese Goroka in den Highlands“, so der Missionssekretär. Dort würden Sprachen und Kultur des Landes erforscht, um Verständnis und Dialog zu fördern.

Projektreferentin Josna Vampenickal erzählt von ihren Reiseeindrücken. (Foto: SVD)
Projektreferentin Josna Vampenickal erzählt von ihren Reiseeindrücken. (Foto: SVD)

Im zweiten Teil des Vortrags berichtete Projektreferentin Josna Vampenickal von ihren persönlichen Reiseeindrücken und zeigte bewegende Bilder. Sie schilderte die Herausforderungen des Landes: Das Durchschnittsalter liege bei nur 16 Jahren. Die meisten Menschen lebten von der Landwirtschaft, der Boden sei fruchtbar, jeder Haushalt bewirtschafte seinen eigenen Garten. Zugleich fehlten besonders Jugendlichen in den Highlands Perspektiven und Arbeitsmöglichkeiten. Stammeskonflikte erschwerten das tägliche Leben erheblich – Schulen blieben geschlossen, das öffentliche Leben komme zum Erliegen, bis Auseinandersetzungen beigelegt seien.

Gerade hier werde die konkrete Wirkung der Arbeit der Steyler Missionare sichtbar: Sie setzten auf Bildung, Friedensarbeit und nachhaltige Entwicklung. Neben Landwirtschaftsprojekten oder medizinischer Versorgung setzen sich die Steyler Missionare für den Schulbau ein. In Roma in den Highlands entstanden beispielweise neue Klassenräume. „Dort spürten wir die tiefe Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler“, erzählt Vampenickal.

Der Vortrag machte deutlich: Die Arbeit der Steyler Missionare wirkt auf vielfältige Weise. Sie stärkt Bildung und Eigenverantwortung, fördert den interkulturellen Dialog und steht besonders den Schwächsten zur Seite. Die Reiseeindrücke zeigten eindrucksvoll, wie nachhaltige Hilfe vor Ort Lebensbedingungen verändert – Schritt für Schritt, im Vertrauen auf die Kraft der Gemeinschaft.

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