Deutschland
25. Sep 2025
Gestern kamen die Missionsprokuren der Steyler Mission, der Franziskaner und der Salesianer Don Bosco zu ihrem jährlichen Begegnungsnachmittag zusammen.

Seit einigen Jahren treffen sich die drei Missionsprokuren einmal im Jahr abwechselnd in Bonn, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig in ihrer weltweiten Arbeit zu bestärken.
Der diesjährige Gastgeber war die Steyler Mission anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Steyler Missionare. In der Cafeteria hieß P. Joseph Xavier Alangaram SVD, der Leiter der Steyler Mission, die Gäste herzlich willkommen. Er blickte dankbar auf die gemeinsame Geschichte zurück und würdigte die gute Zusammenarbeit: „Sie sind alle Teil unserer Entwicklungsgeschichte“, sagte er.

Im weiteren Verlauf gab Superior Delegatus, P. Martin Üffing SVD, wertvolle Impulse. Er sprach über die Frage, was „Mission“ heute bedeutet. Dabei erinnerte er daran, dass der Begriff in Deutschland lange Zeit mit negativen kolonialen Erfahrungen verbunden war. Umso wichtiger sei es, Mission neu zu verstehen – nicht als Machtausübung, sondern als Dialog auf Augenhöhe mit allen Kulturen. P. Alangaram fasste zusammen: „Wir wollen den Missionsbegriff wieder positiv machen. Mission ist Gabe und Aufgabe – und bedeutet nicht mehr das, was er früher bedeutete.“
Nach diesen inspirierenden Gedanken führte der Weg die Gäste weiter in das Herz der Steyler Gemeinschaft. Bei einer kurzen Besichtigung des Klosterhauptgebäudes und der Bücherhalle konnten sie Einblicke in die Geschichte und das geistige Erbe der Missionare gewinnen. Der Nachmittag fand seinen besinnlichen Abschluss in einer gemeinsamen Andacht in der Kapelle der Steyler Mission. Dort fasste P. Alangaram die Eindrücke des Tages in ein Bild: „Bei den Dingen, die man wichtig nimmt, achtet man auch auf das kleinste Geräusch. Ich hoffe, dass Sie alle heute solch einen Augenblick hatten bei unserer Begegnung.“
So war dieser Nachmittag mehr als nur ein Austausch – er war ein Zeichen lebendiger Gemeinschaft und ein Ausdruck der gemeinsamen Sehnsucht, die Welt im Geiste des Evangeliums heller und menschlicher zu gestalten.