Philippinen
22. Dez 2021
Nach dem Taifun „Rai“ gilt auf den Philippinen der Notstand. Der Steyler Missionar P. Heinz Kulüke SVD berichtet.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde traf der Taifun „Rai“ Ende letzter Woche auf Land und hinterließ im Süden des Landes eine Spur der Verwüstung. Dächer flogen von Häusern, Strommasten stürzten um und zahlreiche Dörfer wurden überflutet. In vielen Gebieten gibt es weder Stromversorgung noch Telefonnetz. „In meinen 35 Jahren auf den Philippinen habe ich in Cebu noch nie einen Taifun dieser Größenordnung und solche Verwüstung erlebt“, erzählt Pater Heinz Kulüke SVD entsetzt. „Hunderte Familien haben ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren, haben kein Wasser, keine Nahrung, keinen Strom“, so Kulüke weiter. Er konnte sich kurz über die Radiostation des Ordens im südlichen Cebu City melden. „Zurzeit wissen wir nicht, wie viele Menschen gestorben oder verletzt sind. So viele werden noch vermisst.“
P. Kulüke und sein Team haben in Cebu City sofort mit der Nothilfe begonnen. „Wir brauchen vor allem Notrationen mit Reis und Wasser“, so der Steyler Missionar. Im San Pio Village, dem Dorf, in dem die Steyler Missionare für Bewohner der Müllkippen ein neues Zuhause errichtet haben, haben viele Häuser kein Dach mehr.
„Nun müssen wir schauen, wie es den Menschen außerhalb der Stadt und auf den umliegenden Inseln geht“, erklärt P. Kulüke.
Immer wieder werden die Philippinen von Stürmen getroffen. Erst 2013 hatte der große Taifun „Haiyan“ eine Schneise der Zerstörung und Verwüstung hinterlassen. Seitdem halfen die Steyler Missionare tausenden Familien vor Ort, ihre Häuser wieder aufzubauen.
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