Indonesien
Steyler Missionare vermitteln Menschen in abgelegenen Dörfern nachhaltiges Umweltbewusstsein durch Seminare.

In vielen abgelegenen Dörfern auf der indonesischen Insel Flores fehlt eine funktionierende Müllentsorgung. Abfälle werden achtlos weggeworfen oder direkt vor den Häusern verbrannt. Der giftige Rauch belastet die Luft und gefährdet besonders Kinder. Flüsse und Bäche sind durch Plastik verstopft, Überschwemmungen nehmen zu, Schadstoffe gelangen ins Trinkwasser. Krankheiten wie Denguefieber oder Malaria breiten sich aus. Vielen Menschen sind die Folgen ihres Umgangs mit Müll kaum bewusst.
Genau hier setzen die Steyler Missionare an: Gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften bauen sie eine funktionierende Abfallwirtschaft auf. In Schulungen lernen Kinder, Familien und Arbeitsgruppen, Müll zu trennen und verantwortungsvoll zu entsorgen. Öffentliche Sammelstellen werden eingerichtet und lokale Verantwortliche benannt. Kunststoff wird zerkleinert und als Rohstoff weiterverkauft – so entsteht aus Abfall ein kleines Einkommen. Ziel ist es, Umweltbewusstsein zu stärken, Krankheiten zu verringern und die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.