Johann Ettinger SVD (1941 – 2020)

13.01.2020

Sankt Wendel / Pater Johann Ettinger SVD verstarb am 12. Januar im Wendeliniusheim. Der Auferstehungsgottesdienst und das Begräbnis finden am Donnerstag, den 16. Januar 2020, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses St. Wendel statt.

  Pater Johannes Ettinger SVD

*09.12.1941 – †12.01.2020


Hans Ettinger wurde am 9. Dezember 1941 als Sohn des Landwirtes Michael Ettinger und seiner Ehefrau Therese, geb. Edenharter, in Ingolstadt geboren.

Der Familie Ettinger war das Missionshaus Maria Immaculata in Ingolstadt bekannt. Dort begann Hans seinen Weg hin zum Priester- und Ordensberuf, denn nach dem Besuch der Volksschule trat er 1954 in das Internat der Steyler Missionare ein. Nach dem Abitur übersiedelte er in das Missionspriesterseminar der Steyler Missionare St. Gabriel in Mödling bei Wien. Hier wurde er am 4. November 1962 eingekleidet und begann sein Noviziat. Am 8. September 1964 konnte er die Ersten Gelübde ablegen. Im Anschluss daran folgten die philosophisch-theologischen Studien, die er 1969 abschloss. Am 29. September 1969 legte er die Ewigen Gelübde ab und am 20. Dezember desselben Jahres wurde er zum Diakon geweiht. Am 6. Juni 1970 erfüllte sich sein Lebenswunsch, und er wurde ebenfalls in St. Gabriel zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er am darauffolgenden Tag.


Erzieher in Aulendorf

Seine Bestimmung bekam er für die Süddeutsche Provinz. Zunächst wurde er als Erzieher in Maria Immaculata/Ingolstadt, wo er seinen Weg als Steyler Missionar begonnen hatte, eingesetzt. Hier blieb er bis 1973. Von 1973 bis 1977 studierte er in Benediktbeuern Sozialpädagogik. Nach Abschluss dieses Studiums wechselte er in das Missionshaus St. Wendel, um im dortigen Internat für ein Jahr als Erzieher und Präfekt eingesetzt zu werden. Im Anschluss an seine Zeit in St. Wendel übernahm er im Internat des Missionshauses St. Johann in Aulendorf/Blönried ebenfalls die Stelle als Erzieher und Präfekt. Von 1983 bis 1986 war er gleichzeitig auch Kaplan und Stadtjugendseelsorger der Pfarrei Sankt Martin in Aulendorf.


Missionar in Argentinien

1986 erfüllte sich sein Wunsch und er konnte in die Mission nach Argentinien in die Provinz Misiones ausreisen. In Argentinien arbeitete er ausschließlich als Pfarrer und Seelsorger in den Pfarreien in Villa Cabello und Puerto Libertad. Diese Zeit hat ihn sehr geprägt.

Nach dem plötzlichen Tod von Bruder Franz Josef Gimmler 1994 baten die Oberen Pater Ettinger nach Deutschland zurückzukehren, um im Missionshaus St. Wendel die letzten Internatsschüler bis zum Abitur zu betreuen und letztendlich das Internat zu schließen.

Nachdem das Internat geschlossen worden war, blieb P. Ettinger in St. Wendel und übernahm zunächst viele Aushilfen bevor er im Jahr 2000 zum Kooperator der Pfarreien Maria Himmelfahrt, St. Willibrord und St. Anna in der Gemeinde Namborn ernannt wurde.


In St. Wendel

Kurz vor seinem 70. Geburtstag erfuhr Pater Ettinger von seiner schweren Krebserkrankung. Es begann nun für ihn ein schwerer Weg durch etliche Operationen und Krankenhausaufenthalte. Aber er konnte sich erstaunlich gut erholen, obwohl sein Körper sichtlich in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Mitte des Jahres 2019 kehrte die Krankheit erneut zurück. Noch einmal musste er sich schwerer Operationen unterziehen. Sein Körper hatte aber der Krankheit nichts mehr entgegenzusetzten, und so entschloss sich Pater Ettinger, auf jegliche Therapie zu verzichten und nach St. Wendel zurückzukehren, um hier im Kreise seiner Mitbrüder auf den „Bruder Tod“ zu warten. Bis zum letzten Augenblick seines Lebens war Pater Ettinger bei klarem Verstand.

Wir danken Gott für das Leben von Pater Hans Ettinger. Er war nicht nur ein beliebter Erzieher und Seelsorger, sondern auch ein geschätzter Mitbruder. Durch seine Frohnatur und seinen Humor brachte er viele Menschen zum Lachen. Die Aulendorfer „Fasnet“ gehörte über viele Jahre zu seinem Jahresprogramm. Wir hoffen, dass er nun die Freude des Himmels erfährt.


St. Wendel, 13.01.2020


Stefan Theobald svd
Leiter des Wendelinusheimes


Die Vita.


 
 

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