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Selig, die diese Welt als Schöpfung Gottes sehen

03.09.2020

Mit einem Stationengottesdienst feierten die Patres und Brüder in St. Gabriel den Beginn der Schöpfungszeit 2020.

Stationengottesdienst zum Weltgebetstag für die Schöpfung

"Geht und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen" steht auf dem Spruchband, das das Bodenmosaik in der Apsis der Heilig-Geist-Kirche umrahmt. Es zeigt die Arche Noah, umgeben von den fünf Kontinenten. Ein passender Ort, für den Beginn des Stationengottesdienstes am "Weltgebetstag der Schöpfung", zu dem Rektor Franz Helm einlud. Gemeinsam mir Bruder Leopold Leitner gestaltete er die Stationen mit Texten, u.a. aus dem Buch der Psalmen und aus der Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus. Beim "Altar der Weisen" verwies Pater Helm darauf, dass Jesus Christus in einem Kind Teil der Schöpfung wurde. Die Anbetung der Könige sei ein Zeichen dafür, dass der Schöpfer "Erlöser für alle Nationen, die ganze Menschheit und alle Kreaturen ist."  – "Setzen wir uns ein für das Leben, das bedroht ist, so wie Jesus Christus sich eingesetzt hat für das Leben der Welt."

Gebet vor dem Altar der drei Weisen
Gebet vor dem Altar der drei Weisen

Das Glasfenster, das den Heiligen Franziskus und die Heilige Klara zeigt, bildete die dritte Station. "Franziskus und Klara haben die Schöpfungsspiritualität gelebt", unterstrich Franz Helm. "Sie haben den Schrei der Armen und der Schöpfung gehört. Papst Franziskus lädt auch uns ein, diesen Schrei zu hören."

Das Glasfenster in der Heilig-Geist-Kirche zeigt die Heilige Klara und den Heiligen Franziskus
Das Glasfenster in der Heilig-Geist-Kirche zeigt die Heilige Klara und den Heiligen Franziskus

Im Anschluss zog die Gottesdienstgemeinde weiter zur Pietà im hinteren Teil der Kirche. "Die Mutter Jesu hält ihren toten Sohn im Arm. Auch die Mutter Erde schreit, weil so viele ihrer Kinder dem Tod geweiht sind", betonte Rektor Franz Helm und rief dazu auf, der vielen Menschen zu gedenken, die an den Folgen des Klimawandels sterben.

Gedenken an die Opfer des Klimawandels vor der Pietà
Gedenken an die Opfer des Klimawandels vor der Pietà

Den Abschluss des Stationengottesdienstes bildete der Sakramentsaltar. Franz Helm: "Die Eucharistie ist ein Sinnbild dafür, was sich Gott für seine Schöpfung wünscht: Eine Gemeinschaft, die nicht auf Kosten anderer lebt!"

Ab 1. September machen die christlichen Kirchen in Östrerreich wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen Schöpfungszeit, finden österreichweit themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt. Seit 2015 ist der bereits davor ökumenisch begangene "Schöpfungstag" am 1. September offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kirchenkalender eingetragen.

Für die Steyler Missionare in Österreich ist der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung eine wichtige Dimension ihres Lebens und Wirkens.

Ursula Mauritz; Fotos: Mauritz

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