Deutschland

Meine Erfahrungen

05.02.2021

Sankt Augustin / Frau Alexandra Winand berichtet von ihrer Erfahrung als Fundraiserin bei der Steyler Mission

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Name ist Alexandra Winand und seit September 2018 arbeite ich als Fundraiserin bei der Steyler Mission in Sankt Augustin. Im Frühjahr 2018 entschied ich mich dazu, eine Initiativbewerbung einzureichen - rückblickend gesehen zum richtigen Zeitpunkt. Wir, die Steyler Mission und ich, haben uns also nicht direkt gesucht, aber dafür umso bewusster füreinander entschieden.

Alexandra Winand
Alexandra Winand

Was fasziniert mich an den Steyler Missionaren?

Zu sehen wie Steyler Missionare ihre Berufung weltweit leben und sich täglich ihrem Dienst für Mensch und Schöpfung widmen, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Ihr Auslandseinsatz dauert mitunter Jahrzehnte, wo sie teilweise unter sehr einfachen Bedingungen fernab von Großstädten leben. Der Mensch steht immer im Vordergrund – unabhängig von Alter, Geschlecht und Religion.

Was bereichert mich in meiner täglichen Arbeit?

Der persönliche Austausch, sei es via Skype oder anderen Medien, insbesondere seit Beginn der Pandemie im März 2020, sei es zuvor die Begegnungen mit Steyler Missionaren auf der Welt, geben mir einen wahren Einblick in verschiedene Kulturen und Lebensumstände der Menschen.

Gibt es eine besondere Reiseerinnerung?

Ich hatte das große Glück, dass meine erste Dienstreise im Mai 2019 nach Indonesien ging. Dort besuchte ich unter anderem das größte Priesterseminar der Steyler Missionare in Ledalero auf der Insel Flores. Dort hat die Missionarsausbildung einen anderen Stellenwert als hier in Deutschland. Man spürte förmlich die gelebte Liebe zu Gott und hörte sie voller Inbrunst während der Gottesdienste.

Von der Insel Flores flog ich, in Begleitung des Steyler Missionars Pater Laurens Woda SVD, weiter nach Sulawesi. Dort wollten wir die Katastrophenhotspots aufsuchen, die sich 2018 dort ereigneten. Auf Grund eines weiteren Erdrutsches drei Wochen zuvor kamen wir gar nicht bis zu unserem Ziel. Für mich als Europäerin war es ein seltsames Gefühl auf einer Lehmstrasse zu laufen, die auf Grund des Erdrutsches bis auf die Dachkanten der umliegenden Häuser sich erhob. Es waren auf Sulawesi über 40 Grad Hitze und die Menschen waren, obwohl sie gerade fast ihr ganzes Hab und Gut verloren hatten, sehr freundlich und hilfsbereit, boten einen Sitzplatz und Wasser an.

Wir Menschen sind seit einem Jahr nun von der Pandemie Covid-19 betroffen. Was erleben wir hier? Den Run auf Toilettenpapier, Hefe, Mehl und jeder ist sich oft nur selbst der Nächste.

Was ist meine Motivation für die Steyler Mission zu arbeiten?

Die Zusammenarbeit mit den Steyler Missionaren sowie meine Reiseerlebnisse motivieren mich immer wieder auf ein Neues mich für die Steyler und deren Projekte einzusetzen.

Es ist nicht nur ein „Spendenbrief“, den ich schreibe, ein Aktionsflyer, den ich gestalte oder ein Arbeitsgespräch, das ich führe – nein, es ist jedes Mal eine Botschaft der christlichen Werte von Mitgefühl, Nächstenliebe, Toleranz und Respekt an jeden Einzelnen von uns.

Mitgefühl oder Nächstenliebe bemisst sich nicht an der Spendenhöhe, doch von Herzen gegeben bewirkt sie in der Gemeinschaft Großes.

Ich hoffe auch künftig mit meiner Arbeit ein Stück weit zu einer besseren Welt beizutragen – dafür setze ich mich gerne ein.

Alexandra Winand

 
Melanie Pies-Kalkum

Medienredaktion
Melanie Pies-Kalkum

(zurzeit in Elternzeit)

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