Japan

Pater Hans Schubert verstorben

17.02.2020

Am 11. Februar starb Pater Hans Schubert in seiner Wahlheimat Japan

HEIMAT UND FAMILIE
P. Hans Schubert wurde am 20.06.1933 im oberschlesischen Neuwalde, im Kreis Neiße geboren. In der St. Hedwigskirche des kleinen Ortes wurde er getauft. Seine Eltern waren Anton und Hedwig Schubert, geb. Zacher. Er war das zweitjüngste von insgesamt neun Kindern. Hans bedauerte im Alter immer wieder, dass er als einziger von der großen Familie übriggeblieben war.

AUSBILDUNG
In Neuwalde besuchte Hans von 1939-44 die Volksschule, danach für ein Jahr das Eichendorff-Gymnasium in Neiße, wo 1892 ein Steyler Missionshaus errichtet worden war. Sicher kannte Hans dieses Haus und seine missionarische Ausrichtung. Nach dem Krieg fand die Familie eine neue Heimat im westfälischen Lippborg. Dort besuchte Hans noch einmal für ein Jahr die Volksschule, anschließend das städtische Gymnasium in Beckum. Nach dem Abitur begann er 1955 seine zweijährige Noviziatszeit in Sankt Augustin. Er wollte Priester und Missionar werden. Nach dem Studium der Philosophie ging es zum Theologiestudium nach Techny (USA). Dort band er sich 1960 durch die Ewigen Gelübde an Gott und die Gemeinschaft der Steyler Missionare. Am 2. Februar 1962 wurde er in Techny zum Priester geweiht. Nach einem Französischstudium in Kanada ging er bis an sein Lebensende nach Japan, das ihm zu einer neuen Heimat werden sollte.

MISSIONAR IN JAPAN
Bevor er 1965 für ein Jahr in der Pfarrei Kichi Joji pastorale Erfahrungen sammelte, lernte er zunächst Japanisch. Dann wurde er für 35 Jahre Lehrer an der renommierten katholischen Nanzan Universität in Nagoya, 1946 von den Steyler Missionaren als Sprachschule gegründet.
P. Hans Schubert unterrichtete Französisch und Religion. In den 1970er Jahren baute er ein Studentenheim für die wachsende Zahl von Studierenden und gründete an der Uni das sog. Logoscenter, ein spiritueller Treffpunkt der von ihm betreuten Studentengemeinde. In den 1980er Jahren leitete er zudem drei Gymnasien und eine Frauenfachschule. Ihm lag der religiöse und kulturelle Austausch mit den jungen Menschen. Von 1968 bis 2002 organisierte er jedes Jahr im Frühling eine Studienreise nach Amerika, Kanada oder Australien. Im Herbst bot er Europareisen an. Er hat in diesen Jahren ca. 12.000 Japaner durch die Welt begleitet. So hatte er unzählige Kontakte und pflegte sie auch. Zudem unterstützte er mit seinen vielen Freunden zahlreiche Projekte weltweit.

RUHESTAND
Das Jahr 2001 bezeichnete er einmal als das Eintrittsjahr in den Ruhestand. Doch stand er noch 6 Jahre der Steyler Gemeinschaft in Tajimi als Rektor vor und half nach dieser Zeit auch in der Pfarrseelsorge in Nagaura und Nanzan aus. Zudem war er ein gefragter Exerzitienleiter. Doch ein Augenleiden machte ihm mehr und mehr zu schaffen. Trotzdem kam er im Jahre 2018 noch einmal nach Deutschland. Er war sehr viel unterwegs, nahm Abschied. In einem Kurzinterview zum Tag des geweihten Lebens fasste er sein tiefe Lebensüberzeugung so zusammen: „Meine größte Freude als Ordensmann ist es, von Gott anerkannt, geleitet und behütet zu sein.“
Als Missionar war ihm das Bibelwort des hl. Paulus besonders wichtig: „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde.“ – Auf die Frage: Was würden Sie jungen Menschen von heute sagen?, antwortete er:
„Legt das iPad auf die Seite und lest jeden Tag etwas in der Bibel.
Statt der Kirche den Rücken zu kehren, setzt euch für sie ein.
Lasst euch nicht von falschen Ideologien verführen.
Lebt in der Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben.“

In dieser Hoffnung starb P. Hans Schubert 11.02.2020 in Nagoya plötzlich und unerwartet, doch gut vorbereitet.

Wir Steyler Missionare danken Gott für sein erfülltes und engagiertes Leben.


 

Medienredaktion
Ulla Arens
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presse@steyler-mission.de

Medienredaktion
Melanie Pies-Kalkum, in Elternzeit

 

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