Deutschland

Nein zu Rassismus

17.06.2020

Missionssekretär Pater Xavier Alangaram SVD zeigt sich besorgt über den Rassismus in den USA. Er betont, dass sich die Steyler Missionare seit jeher für Interkulturalität einsetzen und verweist auf die Geschichte des Ordens in den USA

Die ersten afroamerikanischen Priester in den USA (s.o.) wurden vom Steyler Orden ausgebildet -  trotz starkem Widerstand aus Gesellschaft und Kirche.
Die ersten afroamerikanischen Priester in den USA (s.o.) wurden vom Steyler Orden ausgebildet - trotz starkem Widerstand aus Gesellschaft und Kirche.

„Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe ist leider traurige Realität für viele Menschen in Amerika”, sagt Pater Xavier. “Fremdenfeindlichkeit gibt es in unterschiedlichen Facetten, auch in Deutschland.” Dies sei inakzeptabel. Rassismus dürfe in unserer Gesellschaft keinen Platz haben, er sei mit dem christlichen Glauben und der christlichen Liebe nicht vereinbar. “Rassismus verletzt die Menschenwürde, unsere ganze Gesellschaft und Gott selbst”, betont der Missionssekretär. “Aus meiner Glaubensüberzeugung heraus sage ich eindeutig ‘Nein’ zu jeder Form von Diskriminierung, weil ich in jedem Menschen – unabhängig von seiner Hautfarbe, Kultur, Religion und Nationalität - Gottes geliebtes Geschöpf erkenne.” Gemeinsam müssten wir uns dafür einsetzen, dass in unserer Gesellschaft niemand aus rassistischen Gründen herabgesetzt und diskriminiert wird, so Pater Xavier weiter. “Lasst uns deshalb unsere Verschiedenheit feiern.”

Steyler treten für Interkulturalität ein

Diese Verschiedenheit ist auch ein besonderes Wesensmerkmal des Steyler Ordens selbst, denn er setzt sich aus etwa 6.000 Missionaren aus über 50 Ländern zusammen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Wort Gottes zu verbreiten und Notleidenden zu helfen. Seit der Gründung des Ordens setzen sich die Steyler Missionare für Interkulturalität ein. In Amerika gehörten sie sogar zu den Vorkämpfern gegen Rassismus.

Die ersten schwarzen Priester waren Steyler


Die katholische Kirche in den Staaten weigerte sich noch in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, Schwarze als Priester auszubilden. Die Steyler Missionare wollten das nicht hinnehmen. 1922 nahmen sie trotz starkem kirchlichem und gesellschaftlichem Widerstand im Kleinen Seminar in Bay St. Louis erstmals afroamerikanische Schüler auf. Allerdings hatten diese, wie in den Südstaaten verlangt, einen von den weißen Mitschülern getrennten Wohnbereich und Speisesaal. Ab 1926 gingen pro Jahr zwei, drei oder vier farbige Absolventen des Kleinen Seminars in das SVD-Noviziat in East Troy, zusammen mit 10 bis 20 Weißen, aber diesmal mit gemeinsamem Wohn- und Essbereich– ein weiterer Fortschritt bei der Überwindung des Rassismus. 1934 wurden die ersten schwarzen Steyler Patres geweiht, was damals großes Aufsehen erregte. Es dauerte noch zwanzig Jahre bis andere Ordensgemeinschaften und Bischöfe ihrem Vorbild folgten.




 

Medienredaktion
Ulla Arens
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Melanie Pies-Kalkum, in Elternzeit

 

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