Uganda - Bildung für geflüchtete Kinder

22.09.2021

Die Steyler Missionare kümmern sich in Uganda um geflohene Kinder und Jugendliche aus dem Südsudan, die ohne Hilfe keine Perspektive hätten.

Situation vor Ort

Flüchtlingscamp in Uganda (Foto: SVD)
Flüchtlingscamp in Uganda (Foto: SVD)

Nach langjährigen Konflikten hat die Bevölkerung im Südsudan 2011 darüber abgestimmt, dass sie unabhängig vom Sudan sein will. Der Süden des Landes spaltete sich als eigener Staat namens Südsudan vom Norden, der weiterhin Sudan heißt, ab. Vor der Teilung war der Sudan das größte Land in Afrika, das sich weit über den Nordosten des Kontinents erstreckte.

In einigen Regionen des Sudan gibt es schon lange bewaffnete Konflikte und Kriege, für die es sehr unterschiedliche Ursachen gibt. Der Südsudan ist ein ganz junger Staat, trotzdem ist dort Ende 2013 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. In der Hauptstadt Juba kam es im Juli 2016 zu gewaltigen Gefechten, die auch viele Opfer der Zivilbevölkerung gefordert haben. Die Menschen fliehen in die umliegenden Länder wie Sudan, Kenia, Äthiopien, DR Kongo oder Uganda, um Schutz zu suchen. In Uganda werden über eine Millionen Geflüchtete versorgt, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die meisten Flüchtlinge sind Kinder, Jugendliche und Frauen.

Als die Feuergefechte in Juba ausbrachen, mussten die Steyler Missionare den Südsudan verlassen. Darunter auch P. Romy SVD, der sich jetzt um die Geflüchteten in Uganda kümmert.

Unser Projekt

Kinder und Jugendliche erhalten Bildung in Uganda. (Foto: SVD)
Kinder und Jugendliche erhalten Bildung in Uganda. (Foto: SVD)

Derzeit sind vier Steyler Missionare vor Ort in den Flüchtlingssiedlungen präsent, auch die Steyler Schwestern arbeiten hier: Mit pastoraler Arbeit und Seelsorge versuchen sie, den traumatisierten Menschen zu helfen. 


Das Leben ist nicht einfach, es gibt viele Schwierigkeiten. Den Jugendlichen, die bereits die Grundschule abgeschlossen haben, ist es nicht möglich, eine weiterführende Mittelschule zu besuchen. In den Siedlungen selbst existieren nur fünf solcher Schulen für über 250.000 Menschen, meist Frauen und Kinder, die in Bidi Bidi Schutz gefunden haben. In der Folge haben die Jugendlichen keine Perspektiven und verbringen Ihre Zeit auf der Straße. Da sie keine Aufgaben haben, lungern sie herum und driften ab in unsoziales Verhalten und Kriminalität.


Bildung ist der Schlüssel zu jeglicher Entwicklung


Durch das Projekt sollen Jugendliche finanziell unterstützt werden, um die Mittelschule besuchen zu können. Dies ist in Uganda, das eine liberale Flüchtlingspolitik verfolgt, auch an regulären Schulen mit Wohnheimen möglich. Doch für die Geflüchteten sind reguläre Schulgebühren nicht erschwinglich. Daher haben die Steyler Missionare ein Stipendienprogramm ins Leben gerufen und finanzieren Jugendlichen aus den 30 betreuten Basisgemeinden ein Stipendium. Damit sie ihren Abschluss machen können, ist das Stipendium auf vier Jahre ausgelegt. Im ersten Jahr fallen zunächst höhere Kosten an, da die Jugendlichen eine Basisausstattung benötigen (Schuluniform, Bettlaken, Hygieneartikel, etc.). Im letzten Jahr finden die Prüfungen statt, sodass auch hier höhere Kosten als in den anderen Jahren anfallen.

Ihre Mithilfe

Die 12 jährige Waise Queen Ester (Mitte) musste mit ihren Geschwistern aus dem Südsudan fliehen. Durch die Hilfe der Steyler Missionare können die drei in Uganda zur Schule gehen. (Foto: SVD)
Die 12 jährige Waise Queen Ester (Mitte) musste mit ihren Geschwistern aus dem Südsudan fliehen. Durch die Hilfe der Steyler Missionare können die drei in Uganda zur Schule gehen. (Foto: SVD)

Helfen Sie uns, damit Kinder und Jugendliche aus dem Südsudan in Uganda zur Schule gehen können!


  • Mit 30 Euro finanzieren Sie einem Jugendlichen eine Schuluniform
  • Mit 50 Euro übernehmen sie die Kosten für eine Basisausstattung eines Jugendlichen, wie Hygieneartikel, Bettlaken etc.
  • Mit 238 Euro ermöglichen Sie einem Jugendlichen in Uganda, ein Jahr lang zur Schule zu gehen.
 
 

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