Indonesien

Alterzbischof Donatus Djagom wird heute beigesetzt

02.12.2011

Der Steyler Erzbischof Donatus Djagom, der am vergangenen Dienstag im Alter von 93 Jahren verstorben ist, wird heute im indonesischen Ndona beigesetzt. Der Leichnam des Erzbischofs war in den vergangenen Tagen in der Kathedrale von Ende aufgebahrt. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit, um sich von ihrem Alterzbischof zu verabschieden.

Quelle: ucanews.com
Quelle: ucanews.com

Der Steyler Erzbischof Donatus Djagom, der am vergangenen Dienstag im Alter von 93 Jahren verstorben ist, wird heute im indonesischen Ndona beigesetzt. Der Leichnam des Erzbischofs war in den vergangenen Tagen in der Kathedrale von Ende aufgebahrt. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit, um sich von ihrem Alterzbischof zu verabschieden.
Der aus Westflores stammende Djagom trat 1942 der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare bei und studierte zunächst Philosophie am Priesterseminar St. Paul Ledalero. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine theologischen Studien am Steyler Seminar im niederländischen Teteringen fort, wo er am 28. August 1949 auch die Priesterweihe empfing. Anschließend besuchte Djagom die SVD-geführte Universität von San Carlos auf den Philippinen. Er war Rektor der Highschool SMAK Syuradikara Ende-Flores und stellvertretender Provinzial seines Ordens.
Papst Paul VI. ernannte Djagom am 19. Dezember 1968 zum Erzbischof des Erzbistums Ende. Der Apostolische Pro-Nuntius in Indonesien, Erzbischof Salvatore Pappalardo, spendete ihm am 11. Juni 1969 die Bischofsweihe. Djagoms Wahlspruch lautete „Praedicamus Christum Crucifixum“ („Wir verkünden Christus als den Gekreuzigten“). Er war der erste muttersprachliche Erzbischof aus Flores. Während seiner Amtszeit war es ihm ein Herzensanliegen, den Ortskirchen mehr Selbstständigkeit zu verleihen. Großen Wert legte Djagom entsprechend auf die Mitarbeit von Laien. Als Erzbischof besuchte er selbst die entlegendsten Dörfer in seiner Diözese und war dafür bei den Gläubigen sehr beliebt.
Am 23. Februar 1996 nahm Papst Johannes Paul II. Djagoms altersbedingten Rücktritt an. Er lebte seit 1996 in seinem Heimatort Bilas bei Ranggu, Manggarai, und ab 2010 im Kloster der Schwestern der Kongregation von der Nachfolge Jesu (CIJ). Nach seinem Tod vor wenigen Tagen würdigte ihn Don Bosco M. Wangge, der Regierungspräsident von Ende, nicht nur als großen Hirten, sondern auch als hervorragenden Erzieher. „Er war wirklich ein Mensch, der für uns alle ein Vorbild war“, so Wangge. „Was er für die Menschen des Regierungsbezirkes Ende geleistet hat, lässt sich noch gar nicht ermessen.“

Markus Frädrich

 

Melanie Pies-Kalkum

Medienredaktion
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