Indonesien

Nothilfe für Erdbebenopfer

27.08.2018

Nach den schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok helfen die Steyler Missionare weiterhin den Betroffenen.

Rund 400.000 Menschen leben nach den schweren Erdbeben auf Lombok in Notunterkünften. (Foto: SVD)zoom
Rund 400.000 Menschen leben nach den schweren Erdbeben auf Lombok in Notunterkünften. (Foto: SVD)

Nach dem dritten schweren Erdbeben in Folge bleibt die Lage auf der indonesischen Insel Lombok weiterhin katastrophal. Seit dem ersten Beben Ende Juli gab es mehrmals starke Nachbeben. Laut Medienberichten kamen bislang mehr als 550 Menschen ums Leben, fast 80.000 Häuser wurden zerstört, 400.000 Menschen müssen in Notunterkünften leben. Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,0 auf der Richterskala ist das schwerste, das Lombok in den letzten 40 Jahren erlebt hat.

Pater Paul Rahmat SVD leistet Nothilfe auf Lombok gemeinsam mit seinen Mitbrüdern. (Foto: SVD)zoom
Pater Paul Rahmat SVD leistet Nothilfe auf Lombok gemeinsam mit seinen Mitbrüdern. (Foto: SVD)

Der Steyler Missionar Pater Paul Rahmat SVD berichtet aus dem Gebiet:

„Die Steyler Missionare und Steyler Missionsschwestern sind überall im Einsatz, um den Opfern des Erdbebens zu helfen. Die Pfarrei St. Antonius in Ampenan auf Lombok ist zurzeit die Basisstation für die Verteilung von Lebensmitteln. Drei Mitbrüder koordinieren die Hilfe vor Ort und verteilen Nahrung. Diese steht nur beschränkt zur Verfügung. Viele Menschen ernähren sich deshalb zurzeit allein von Kokosnüssen. 

Neben Nahrung brauchen wir hier vor allem zurzeit sauberes Trinkwasser, Medikamente, sanitäre Wasserversorgung, Decken, Zelte und Blutspenden für die Verwundeten. Wir vermuten, dass viele weitere Opfer unter den Trümmern der Häuser verschüttet sind. Die Nachbeben verursachen Ängste und Traumata unter der Bevölkerung. Viele Bewohner trauen sich nicht zurück in ihre Häuser. Sie fühlen sich sicherer in den Notunterkünften.

Tausende Menschen werden nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können und müssen ganz von vorne beginnen. (Foto: SVD)zoom
Tausende Menschen werden nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können und müssen ganz von vorne beginnen. (Foto: SVD)

Das Krankenhaus St. Antonius in Ampenan, Lombok, welches von den Steyler Missionsschwestern geleitet wird, wurde zur Basis von Ärzten und Pflegepersonal von verschiedenen Krankenhäusern in Indonesien. Nachdem die Ersthilfe geleistet ist, planen wir, uns um das Dorf Gangga, im Norden der Insel, zu kümmern. Dieses Dorf ist völlig abgeschieden von der Außenwelt und kann kaum erreicht werden. Etwa 100 Familien wohnen hier, deren Häuser größtenteils durch das Erdbeben zerstört oder schwer beschädigt wurden. Bis jetzt haben weder Regierung noch andere Instanzen hier Hilfe geleistet.“



Ihre Mithilfe

Sie möchten für die Erdbebenopfer auf der indonesischen Insel Lombok unterstützen?
Dann helfen Sie mit einer Onlinespende.
Unter dem Stichwort "Erdbebenhilfe Lombok 2018" können Sie auch auf folgendes Konto spenden:


Steyler Mission gGmbH
BIC: GENODED1STB
IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09

Text: Melanie Pies-Kalkum
 

Melanie Pies-Kalkum

Medienredaktion
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