Deutschland

Steyler Missionar zum heutigen Missionsbegriff im Deutschlandfunk

29.01.2018

Im Rahmen der Sendung „Am Sonntagmorgen“ äußerte sich Pater Christian Tauchner SVD im Deutschlandfunk zum Missionsbegriff heute.

Pater Christian Tauchner SVD, Direktor des Steyler Missionswissenschaftlichen Instituts in Sankt Augustin. (Foto: SVD)
Pater Christian Tauchner SVD, Direktor des Steyler Missionswissenschaftlichen Instituts in Sankt Augustin. (Foto: SVD)

„Der zentrale Wesenszug eines Missionars ist die gelebte Solidarität mit den Menschen vor Ort“, so der Direktor des Steyler Missionswissenschaftlichen Instituts Sankt Augustin, Pater Christian Tauchner SVD gestern im Deutschlandfunk. Im Rahmen der Sendung „Am Sonntagmorgen“ äußerte sich der aus Österreich stammende Steyler Missionar zum Thema „Mission heute – nur ein schwieriger Begriff?“.

Seine Vorstellung von Mission fuße auf einem Wort aus dem ersten Petrusbrief: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15) Über 20 Jahre lang war Tauchner als Missionar in Ecuador tätig. Aus seiner Erfahrung weiß er: „Dass Menschen sich engagieren für eine soziale Veränderung, ist eine der wesentlichen Formen für das ‚Funktionieren‘ von Mission.“
Mission dürfe dabei nicht verstanden werden als ein Überstülpen des römisch-katholischen Glaubens. Vielmehr sehe Tauchner bei den Missionaren die gängige Erfahrung, dass „man im Laufe der Zeit entdeckt, welche Reichtümer und hohen Wertvorstellungen es bei anderen Völkern auch gibt“. So sei es auch einem der ersten Steyler Missionare gegangen, dem Heiligen Josef Freinademetz, der 1879 nach China ging, um das chinesische Volk zu missionieren – damals mit der Vorstellung, ohne den christlichen Glauben komme man in die Hölle. „Dann aber hat der Heilige im Laufe der Zeit eben entdeckt, was an diesem Volk alles positiv und interessant ist bis hin zu dem Punkt, an dem er sagte: ‚Ich möchte auch im Himmel als Chinese leben‘“, zitiert Tauchner. Diese Zuwendung zum Anderen sei eben nicht gewesen, Chinesen zum Glauben zu zwingen. „Das ist das Kreative an der Mission. Dass es immer wieder ein Öffnen von Türen und ein Öffnen von Brücken ist hin zum Anderen und von dort neu zu uns.“

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Melanie Pies-Kalkum

Medienredaktion
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