Südsudan

Schwester Veronika nach Schussverletzung verstorben

20.05.2016

Die Steyler Ordensschwester Veronika Racková, die am vergangenen Montag im Südsudan angeschossen worden war, ist heute an den Folgen ihrer Verletzungen verstorben. Das berichtet Pater Albert Fuchs, der Provinzial der Steyler Missionare in Kenia und Tansania.

Schwester Veronika Racková SSpS
Schwester Veronika Racková SSpS

"Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass Schwester Veronika nicht mehr unter uns weilt", schreibt Pater Fuchs. "Alle medizinischen Bemühungen, alle Pflege und alle Gebete konnten sie nicht am Leben erhalten. Möge sie in Frieden ruhen." Pater Fuchs ruft auf, Schwester Veronika und aller ihrer Mitschwestern im Gebet zu gedenken.

Schwester Veronika Racková hat im Südsudan als Ärztin gearbeitet. Am Pfingstmontag war sie nachts auf der Rückfahrt vom Regierungskrankenhaus in der Diözese Yei von einem Soldaten angeschossen worden - die näheren Umstände der Tat werden derzeit noch untersucht. Die Kugel durchschlug ihren Darm und ihren Hüftknochen. Schwester Veronika wurde in dasselbe Regierungskrankenhaus gebracht, in das sie zuvor ihre Patientin eingeliefert hatte, und dort erstversorgt. Weil vor Ort die Ressourcen für eine intensivere Behandlung fehlen, flog man sie noch am Pfingstmontag nach Nairobi aus. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Nairobi tat man alles, um sie zu stabilisieren. Heute ist sie ihren Verletzungen erlegen. Schwester Veronika wurde 58 Jahre alt.

Die Steyler Ordensfamilie trauert um eine engagierte und couragierte Missionarin, die vor einigen Jahren einmal auf die Frage geantwortet hat, warum sie trotz der angespannten Situation im Südsudan immer noch im Land arbeite: "Weil Jesus seinen Weg konsequent gegangen ist. Er hat nicht aufgegeben, als es schwierig wurde. Als Jüngerin Jesu folge ich ihm in der Kraft des Heiligen Geistes. Ich kann die Menschen im Südsudan nicht verlassen, weil ich sie liebe."

Markus Frädrich

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Melanie Pies

Medienredaktion
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