Indien

Ein Besuch des Danks

08.01.2018

Schulbildung ist das Wichtigste in der zentralindischen Diözese Jhabua. Das berichtet Bischof Basil Bhuria, der die deutsche Missionsprokur in Sankt Augustin besucht hat. Hier bedankte er sich bei allen persönlich, die seine Arbeit in seinem Heimatland in diesem Jahr tatkräftig unterstützt haben.

Schulmädchen in Indien. (Foto: SVD)
Schulmädchen in Indien. (Foto: SVD)

Der Steyler Missionar Basil Bhuria ist Bischof der zentralindischen Diözese Jhabua. 86 Prozent der sechs Millionen Einwohner des Bistums gehören zu einem der drei Tribalstämme, die keinem indischen Kasten zugerechnet werden. Die Stämme leben in Dörfern in der ganzen Diözese verteilt in den ärmlichsten Verhältnissen: in Strohhütten, in denen sie nachts sogar – aus Angst vor Dieben – mit ihrem Vieh zusammen übernachten. Die meisten von ihnen sind Analphabeten und versuchen von dem Ertrag ihrer Felder zu überleben.

Seit rund 80 Jahren setzen sich die Steyler Missionare in dieser Gegend für die Bildung der Bevölkerung ein. Damit wollen sie ihnen einen Ausweg aus ihrer Armut ermöglichen. Sie waren und sind weiterhin beteiligt am Bau von Schulen, in denen Kinder unterrichtet werden können.

Bischof Basil bedankt sich bei seinem Besuch in der deutschen Missionsprokur besonders für die Unterstützung bei dem „Hostel“- Projekt für Mädchen aus den Tribalstämmen. Seit zwölf Jahren setzen sich die Steyler Missionare in diesem sogenannten „Hostel“, also ein Internat, für die Schulbildung der Mädchen aus den Armutsvierteln ein. „Denn auch Mädchen, die in Indien leider oft noch benachteiligt werden, sollen eine Chance auf Bildung haben. Ohne die Steyler Missionare hätten sie diese Chance nicht“, erzählt Bischof Basil. „Sie leben ganz verstreut in der Diözese und meist viel zu weit weg von einer Schule. Außerdem könnten ihre Eltern die Schule sowieso nicht zahlen.“ Durch das Projekt der Steyler können die Mädchen ab zehn, elf Jahren in das Hostel kommen, wo sie verpflegt und ausgebildet werden. Sieben Jahre dauert die Schule: „Währenddessen haben sie die Möglichkeit, sich schon in eine bestimmte Richtung hin zu orientieren“, so der Bischof. „Zum Beispiel können sie sich nach einer Grundbildung für mehr Fächer im Bereich Medizin, Mathematik, andere Naturwissenschaften etc. entscheiden.“ Der Steyler Missionar ist der Steyler Mission und allen Sponsoren dieses Projekts sehr dankbar: „Ohne eure Leitung, eure Unterstützung im Gebet, aber natürlich auch eure Hilfe in finanzieller Hinsicht, könnten wir den benachteiligten Mädchen nicht helfen, im Leben voranzukommen. Wir hoffen, dass es auch in Zukunft so weitergehen möge und wir vielen Kindern, ob Mädchen oder Junge, einen Weg aus der Armut bieten können.“

Steyler Missionar Bischof Basil Bhuria aus Indien. (Foto: SVD)
Steyler Missionar Bischof Basil Bhuria aus Indien. (Foto: SVD)

Diese Aufgabe liegt Bischof Basil besonders am Herzen, denn auch er war einmal ein solches Kind, um das er sich nun kümmert. „Ich selbst hatte vor vielen Jahren die Gelegenheit, in ein Internat aufgenommen zu werden und anschließend sogar zu studieren. Das war der Beginn meiner Laufbahn bei den Steyler Missionaren. Ich bin also sozusagen ein Produkt der Steyler und ihnen unendlich dankbar für das Leben, das ich nun führen kann. Und diese Erfahrung und Bildungschance möchte ich nun weitergeben.“

Melanie Pies-Kalkum
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Melanie Pies-Kalkum

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