Im MaZ-Büro

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Drei Zimmer weiter ist die Wand hinter Markus Woettkis Schreibtisch mit Postkarten tapeziert: Grüße von "Missionaren auf Zeit" aus aller Welt. Seit 2003 ist Woettki für die Betreuung der jungen Menschen zuständig, die über die Steyler Missionare ein Jahr oder länger ins Ausland gehen, dort in Gemeinden, Pfarreien und sozialen Projekten mitleben, mitbeten und mitarbeiten. Gerade setzt Woettki einen Stempel unter ein Schreiben an das Bundesamt für den Zivildienst.

Das Telefon klingelt, es ist das Missionspriesterseminar. "Genau, wir bräuchten 25 Betten", sagt Markus Woettki in den Hörer. Vorbereitungen für ein Seminar, das im Juni in Sankt Augustin stattfinden soll. "Ein Länderseminar, das sich an alle MaZler richtet, die Mitte des Jahres nach Asien gehen", erklärt Woettki. Vor ihrem Flug in die Einsatzländer stehen für die jungen Frauen und Männer außerdem eine Einführungswoche im Januar, ein Kurs in der Karwoche, ein Identitätsseminar und zwei Wochen Blockseminar in Steyl auf dem Programm. "Wir wollen die MaZ schließlich gut auf ihr Auslandsjahr vorbereiten", sagt Woettki.

In den Jahren 2000/2001 war Woettki selbst als "Missionar auf Zeit" im Einsatz, in Misiones/Argentinien. Während seines Referendariats arbeitete er ehrenamtlich im MaZ-Team, nach Bestehen des zweiten Staatsexamens übernahm er hauptamtlich die Betreuung des Freiwilligendienstes. Ein „spannender Job“, wie er findet. "Die Frauen und Männer, die sich bei uns melden, wollen über den eigenen Tellerrand hinausschauen und sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen", sagt er. "Ihnen dabei Hilfestellung zu geben und sie vor und während ihres Einsatzes zu begleiten, ist eine tolle Aufgabe."

Während Woettki für den Einsatz künftiger MaZ bereits Visa- und Versicherungsfragen klärt und ihnen beratend zur Seite steht, hält er vor allem zu jenem Jahrgang Kontakt, der aktuell im Einsatz ist – per Mail, manchmal auch per Telefon. "Letzteres mache ich oft auch von zu Hause aus", sagt er. "Wenn ich Glück habe, bekomme ich dann in Südamerika kurz nach der Siesta jemanden an die Strippe." Im Büro wollen vorher Rechnungen gestellt, neue Stellen anerkannt und Mailanfragen beantwortet werden.

Nicht selten melden sich auch Rückkehrer, die berichten, wie sehr sie ihr Jahr als "Missionar auf Zeit" geprägt hat. "Es ist wirklich spannend, so manchen Lebensweg weiter zu verfolgen", sagt Woettki. Auf einem Regal neben seinem Schreibtisch steht eine leere Weinflasche, "Jubiläumsjahrgang" steht auf dem Etikett. "Ein Geschenk der MaZ aus dem Jahr 2007 an die Teamer", erklärt er. "In diesem Jahr ist gleichzeitig die ordensübergreifende Arbeitsgemeinschaft ‚Missionar auf Zeit’ 25 Jahre alt geworden." Bei den Steylern haben seither über 700 junge Christen ihren MaZ-Einsatz absolviert, Männer wie Frauen.

 
 

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