Sie hatten doch Mut, diese Männer aus dem fernen Osten. Ob es Sterndeuter, Könige, Magier oder Weise waren, das sei dahingestellt. Sie hatten Mut, weil sie die Geborgenheit und Sicherheit ihrer Heimat aufgaben und sich in eine ungewisse und ungekannte Zukunft wagten. Wie oft verschwand der leuchtende Stern am Himmel ihrer Hoffnung und ihrer Sehnsucht; wie oft mussten sie neue, schwierige Wege suchen, um ihr Ziel zu erreichen: den neu geborenen König der Juden, Christus den Herrn. Doch sie gaben nicht auf. Welchem Stern, welchen Sternen folgen wir? Und: In welcher Gestalt, welcher Form will Gott mir erscheinen? Die Gefahr, Irrlichtern nachzulaufen und Gottes Erscheinen zu verpassen, ist heute genauso groß, wie sie damals war.
Machen auch wir uns auf die Reise zu Gott, der uns Menschen erschienen ist. Er will uns auch im vor uns liegenden Jahr begleiten und bei uns sein. Vertrauen wir ihm mehr als den von uns selbst gebastelten Sternen, zu denen wir immer gerne aufschauen und uns orientieren. Das Kind in der Krippe wartet auch auf uns. Gehen wir zu ihm, der zu uns gekommen ist; halten wir unsere Hände hin: Gott will uns beschenken.
Pater Helmut Thometzki SVD
Startseite | Kontakt | Sitemap | Impressum | Suche