Philippinen - Hilfe für die Müllkippen-Kinder

17.10.2011

Auf den Müllhalden von Cebu-City kämpfen die Bewohner unter extrem unhygienischen Bedingungen täglich ums Überleben. Um ihnen zu helfen, organisieren die Steyler Missionare schon seit vielen Jahren sogenannte "free clinics" - kostenlose ärztliche Betreuungen vor Ort.

Situation vor Ort

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Cebu liegt im Süden der philippinischen Inselwelt. Von den über 2,6 Einwohnern Menschen leben derzeit etwa 1,6 Millionen in der Stadt Cebu und in den angrenzenden Städten Talisay, Mandaue und Mabolo. Bedingt durch die zunehmende Verarmung der Landbevölkerung ist es zu einer regelrechten Landflucht gekommen. Immer mehr Menschen versuchen ihr Glück in der Stadt. Sie versuchen vor allem Arbeit zu finden und damit ein besseres Leben.

Die Stadt verspricht zudem eine bessere medizinische Versorgung und Zugang zu Ausbildung für die Kinder und jungen Erwachsenen. Vielfach erweisen sich diese Erwartungen als Illusion. Die Elendsviertel der Stadt Cebu sind weit über ihre Kapazität hinaus vollgepackt mit Menschen, die häufig unter sehr unhygienischen Bedingungen in einfachen Hütten leben und eine "Hand-zu-Mund" Existenz führen. Als einfache Tagelöhner versuchen die meisten ihr Glück. Die große Zahl der ungeschulten Arbeitssuchenden bedeutet harte Konkurrenz und niedrige Löhne. Zudem sind all diese Leute Opfer von Ausbeutung. Da die Einkünfte kaum für den täglichen Lebensunterhalt ausreichen, erfüllen sich die Hoffnungen auf eine bessere Schulbildung für die Kinder und auf eine bessere medizinische Versorgung gewöhnlich nicht. Neben einigen Privatkrankenhäusern, deren Behandlungspreise für die Armen ganz einfach unerschwinglich sind, gibt es nur zwei Regierungskrankenhäuser in der Stadt Cebu. Die ärztliche Betreuung ist zwar kostenlos, dennoch können sich auch hier die Armen wegen der sehr hohen Preise für Medizin die Behandlungen nicht leisten. Aus Angst vor den Kosten suchen viele Leute ärztliche Hilfe erst dann auf, wenn es gar nicht mehr anders geht. Meistens kommt dann jedwede Hilfe zu spät. Selbst die sehr wenigen Gesundheitsstationen der Regierung helfen da kaum, da auch sie keine Medizin zur Verfügung haben.

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Unser Projekt

Um den Leuten gerade in den Elendsvierteln zu helfen, organisieren die Steyler Missionare schon seit vielen Jahren sogenannte "free clinics", d.h. kostenlose ärztliche Betreuungen vor Ort, bei denen auch Medizin quasi unentgeltlich verteilt wird. Diese Art der ärztlichen Betreuung hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, weil dadurch Krankheiten früh erkannt werden und daher häufig gar nicht zum vollen Ausbruch kommen.

Parallel werden auch Seminare angeboten, in denen die Leute ganz einfache Dinge lernen, wie z.B. die Zubereitung von Trinkwasser und die Früherkennung einfacher Krankheiten. Derzeit finden diese "free clinics" wöchentlich auf der Mülldeponie von Cebu City, in den Fischerdörfern in Sawsawan und San Roque und in Cebus Rotlichtmilieu statt.

Auf der Mülldeponie leben etwa 700 Menschen unter extrem unhygienischen Bedingungen. Die beiden Fischerdörfer haben zusammen mehr als 5.000 Einwohner und das Rotlichtmilieu zählt nahezu 2.500 Menschen. Die Mehrheit davon sind jeweils Kinder.

Ihre Mithilfe

Die Bewohner in den Elendsvierteln und auf der Müllhalde kämpfen täglich ums Überleben. Zwischen den Abfällen suchen sie mit Eisenhaken nach Essen und Wiederverwertbarem, das sie dann verkaufen. Auch kleine Kinder ab dem 5. Lebensjahr arbeiten schon mit, um die Existenz der Familie zu sichern. Oft passieren den Kindern Unfälle. Mit 30 Euro sichern Sie die monatliche Versorgung zweier Kinder. Mit 50 Euro leisten Sie einen maßgeblichen Beitrag zur medizinischen Versorgung verletzter Kinder.

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