03.11.2011
Seit Jahren engagiert sich Bruder Damien Lunders SVD für Aidskranke im Norden von Thailand. Aktuell sorgt er sich um den Zustand der Straße, die zum Waisenhaus für HIV-positive Kinder führt: Nach starken Regenfällen ist sie in einem katastrophalen Zustand.
Die thailändische Provinz Nong Bua Lamphu ist ein flächenmäßig sehr großes Gebiet, in dem sich die Bevölkerung ausschließlich als Subsistenzfarmer von Produkten aus kleinlandwirtschaftlichen Betrieben ernährt. Hauptanbauprodukt und Grundnahrungsmittel ist Reis. Aufgrund großer Trockenheit sind die Ernteerträge gering. Viele, besonders junge Leute wandern auf der Suche nach Arbeit in die größeren Städte ab, kehren aber meist nach einiger Zeit erfolglos zurück, krank oder HIV-infiziert. Frauen sind oft die unschuldigen Opfer und Leittragenden der Misere. Aids fordert sehr viele Todesopfer.
Vor etwa sechs Jahren wurde innerhalb der Diözese Udon Thani im Nordosten Thailands das „Mother of Perpetual Help Aids Center" gegründet. Dieses Zentrum dient in erster Linie der Verbesserung der Lebenssituation der aidsinfizierten Menschen in der armen Bevölkerung. Aidskranken und ihren Familien wird konkrete Hilfe angeboten; hier treffen sich die Menschen zu Gesprächen, erhalten Beratung und Hilfe auch in Form von Unterstützung bei der Gründung von Landwirtschaften oder kleinen handwerklichen Betrieben als Lebensunterhalt.
Wenn in einer Familie beide Elternteile an Aids versterben und es keine nahen Verwandten gibt, bleiben die Kinder als heimatlose Waisen zurück, ihrem Schicksal selbst überlassen. Aber auch infizierte Kinder können meist nicht in ihre Familien zurück. Für all diese Kinder errichteten wir das Mutter-Theresa-Heim auf unserem Gelände. Es wurde vor acht Jahren gegründet und beherbergt zurzeit 19 HIV-positive Kinder. Die Straße, die zum Waisenhaus führt, ist in einem katastrophalen Zustand. Durch die starken Regefälle wurde der Asphalt unterspült und die Straßendecke brach an mehreren Stellen ein. Manche Straßenteile sanken bis zu einen Meter ab. Der Zugang zum Waisenhaus wir für Fußgänger und Fahrzeuge immer schwieriger. Eine ansässige Baufirma empfiehlt den Abtrag der alten Teerdecke und eine Neuasphaltierung. Dieses aufwändige Bauvorhaben übersteigt deutlich unsere finanziellen Mittel.
"Jede Spende in beliebiger Höhe hilft uns, dieses große Projekt in Angriff zu nehmen und schlussendlich zu realisieren", schreibt Bruder Damien Lunders nach Deutschland. "Ich möchte mich bei Ihnen allen für Ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den Kindern in Thailand bedanken."
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