05.03.2012
Pater Matthias Helms SVD hilft den Menschen in der Diözese Yendi nach jährlichen Stürmen, ihre einfachen Häuser wiederaufzubauen. Als Baumaterialien werden bevorzugt lokale Baustoffe eingesetzt. Aus Lehm und Strohmatten werden Ziegel geformt und die Wände gemauert.
Die Stadt Yendi ist Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts der Northern Region. Yendi befindet sich am Fluß Daka, die Stadt liegt 400 km von Accra, der Landeshauptstadt, und 50 Kilometer von der Grenze Togos entfernt. In Yendi leben rund 45.000 Einwohner, überwiegend Dagomba. Die bis vor 15 Jahren hier ansässige Minderheit der Kokomba hat nach schweren ethnischen Konflikten Yendi weitgehend verlassen.
Innerhalb der Diözese Yendi gibt es zahlreiche Dörfer und Ansiedlungen, unter anderem auch die Pfarrgemeinde St. Charles Lwanga in der Ortschaft Saboba. Die Bevölkerung, Bauernfamilien mit durchschnittlich vier bis sechs Kindern, lebt unter ärmlichsten Verhältnissen von den Produkten, die sie auf ihren Feldern erwirtschaftet. Durch die extreme Trockenzeit (acht bis neun Monate im Jahr) vertrocknet und verdörrt häufig die Ernte - Mais, Yamwurzeln, Hirse, etwas Gemüse und Getreide; zusätzlich hat jede Familie Haustiere: Schweine und Hühner.
Die Wohnverhältnisse der großköpfigen Familien sind äußerst bescheiden: einfache Lehmhütten mit Strohbedachung, ohne fließendes Wasser und Strom und fehlende Sanitäreinrichtung. Den jährlich wiederkehrenden Stürmen halten diese Hütten nicht stand. Viele werden stark beschädigt, Dächer abgedeckt, Wände eingedrückt oder gänzlich zerstört. Dann haben die Familien kein Dach mehr über dem Kopf und müssen bei Familienangehörigen unterkommen, die aber selbst in sehr beengten Verhältnissen leben.
Für den Wiederaufbau ihrer Häuser haben die Menschen kein Geld. So kommen sie zu Pater Matthias Helms SVD, der seit 16 Jahren in Ghana lebt und arbeitet, und bitten in ihrer Not um Hilfe.
Als Baumaterialien werden bevorzugt lokale Baustoffe eingesetzt. Aus Lehm und Strohmatten werden Ziegel geformt und die Wände gemauert, die Dächer sind aus getrocknetem Gras und Stroh.
Die Kosten für die Herstellung einer kleinen Lehmrundhütte liegen bei etwa 500 Euro, ein Haus mit mehreren Räumen für Großfamilien kostet etwa 1.000 Euro. Für Ihre Mithilfe ist Pater Helms sehr dankbar!
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